Die Strassenverhältnissen in den Philippinen

2.01.2015

Strassenverhältnisse, Autos, PKW, LKW, Busse, Motorräder und Fahrräder

Es gibt verschiedene Sachen, auf denen sie achten müssen, falls sie auf den philippinischen Strassen selbst fahren möchten. Die chaotischen Verhältnisse im Verkehr muss man gut kennen.

Auf den philippinischen Strassen herrscht nach wie vor das reinste Chaos. Die Fahrer, die heute über 30 Jahren alt sind, mussten damals keine Fahrprüfung machen. Also auch keine Fahrschule. Diese beherrschen absolut keine internationalen Fahrregeln. Auch können sie nicht richtig rückwärts fahren. Die jüngere Generation ist da schon viel besser. Sie hat eine Fahrprüfung hinter sich.

Vergessen Sie ja nie die absolut gültige, auch wenn illegale Strassenregelegel: Der Grössere hat den Vortritt! Auch die hiesige Polizei hält sich daran.

Löcher und Pfützen

Äusserste Vorsicht ist geboten, wenn sie mit einem Fahrzeug, beim Befahren einer philippinischen Strasse, eine undurchsichtige Pfütze mit dreckigem Wasser sehen. In der Pfütze kann sich ein 50 cm tiefes Loch befinden.

Beispiel eines sichtbaren, ungesicherten Loches

Sichtung eines Strassenloches aus ca. 30 Meter Entfernung. Derselbe Strassenloch aus ca. 10 Meter Entfernung. Wehe dem, der hier parkieren möchte!

Ein sehr grosses Problem dieser Strassenlöcher besteht bei Regenzeit (Juli bis September), da solche Löcher komplett überflutet werden. Die Pfütze die sie zudecken reicht meistens bis zur Strassenmitte. So sind sie bei starken Regenfällen komplett unsichtbar.

Falls Sie die Strasse nicht kennen, sollten Sie sämtliche pfützen umfahren. Nie in einer Pfütze fahren oder treten!

Autos und PKWs

Wenn Sie keine Erfahrung mit den Philippinen haben, dann wäre es besser wenn sie einen „Driver“ beauftragen für sie zu fahren. Also einen örtlichen Fahrer (Chauffeur) der für sie fährt. Mit 1000 Peso oder weniger im Tag sind sie aus dem Schneider. Aber nehmen sie bitte keinen jungen Raser. Das bringt nichts. Wenn sie ein Auto mieten ist meistens der Fahrer dabei. Kosten ca. 2000-3000 Peso im Tag (10 Stunden kosten circa 40 – 60 Euro).

LKW und Busse

Seid gewarnt! Busse und LKW haben die Strassen für sich gepachtet. Sie sind gross und stark und fahren wie sie wollen. Etwas darüber weiter zu erzählen wäre verlorene Zeit, denn es gibt nichts, was diese Gefährten unterkriegen könnte.

Die üblichen chaotischen Verhältnissen in den Kreuzungen.
Das Foto habe ich von Facebook Top Gear Philippines übernommen.

Motorräder

Ich selbst fahre Motorrad. Werde auch in Zukunft das Motorrad und das Auto benutzen.

In den engen Strassenverhältnissen einer Grossstadt eignen sich Scooter von 100-125 ccm.
Für Dörfer ausserhalb der Stadt sind Motorräder von 150 bis 250 ccm sehr geeignet. Je nachdem wie weit man fahren will.




Auf der Autobahn dürfen nur Motorräder über 400 ccm fahren. Das höchste Gericht der Philippinen – die „Corte Suprema“ – hat zwar entschieden dass ALLE Motorräder auf der Autobahn fahren dürfen, aber die Autobahnbetreiber pfeifen auf diese Entscheidung. Sie werden also mit kleineren oder mittleren Motorräder nicht auf die Autobahn gelassen. Sollten sie trotzdem sich auf das höchste Gericht berufen, dann werden sie an der Autobahneinfahrt ausgelacht. Die Polizei oder die Security wird ihnen den Eintritt verwehren, notfalls mit der Waffe in der Hand.

Fahrrad und Fahrradtouren

Sind sie wahnsinnig? Nur der Gedanke ans Fahrradfahren auf den philippinischen Hauptstrassen kann man als todesverachtenden, suizidgefährdenden Gedanken betrachten.

Wenn sie am Dorfrand fahren, werden sich die Kinder vor ihrem Fahrrad stürzen und nach Geld verlangen. Sollten sie eines dieser Kinder nur leicht mit dem Fahhrad berühren, dann wird es – sich wälzend auf der Strasse – nach Mama und Pappa schreien. Das kostet sie 500 – 1000 Euro. Keine Sorge, die Polizei wird ihnen den Pass abnehmen und erst zurückgeben wenn sie bezahlt haben.

Wenn sie dann neben der Strasse ins hohe Gras anhalten, dann werden sie auf einer schlafende Kobra treten, die sie übersehen haben. Sie wird sich wehren und beissen. Sie sind in 15 Minuten Tod.

Falls sie abends herumtrampeln, dann werden sie von den streunenden Hunden gejagt.

Aber bei der nächsten Kreuzung ist dann Schluss, wenn sie von einem Bus plattgedruckt werden.

Fahrräder eignen sich jedoch in geschlossenen Quartieren. Insbesondere wenn es sich um grössere „Villages“ mit Einfamilienhäusern handelt. Aber verlassen sie ja nicht diese Villages mit dem Fahrrad!