Das Leben in den Philippinen

Verfasst von Pierluigi Peruzzi ab 2002

Die Philippinen sind nicht Thailand. Thailand ist buddhistisch und indochinesisch. Aus welchem Grund – im deutschen Sprachraum – die Philippinen mit Thailand verwechselt werden, ist mir schleierhaft.
Beide Länder sind sehr schön und kultiviert, aber haben sehr wenig Gemeinsames.

Die Philippiner sind katholisch und malaysisch-polynesisch mit spanischem Einschlag. Die Sitten sind sehr streng.
Die Philippinen kann man mit Südeuropa vergleichen. Unter anderem sind die Philippinen das 15. bis 18. Industrieland der Welt. Hier wird alles produziert. Ein Teil des Volkes ist sehr Reich und ein anderer sehr arm. Die Mittelschicht wird aber von Jahr zu Jahr stärker. Es ist eine Frage der Zeit bis die Sozialversicherungen – wie in Europa – zu funktionieren beginnen und das ganze Land erfassen.

Nachtrag vom 2008: Ich lag mit meiner Prognose absolut richtig! Vor 2 Jahren erhielt man für einen Euro ganze 75 Peso. Heute sind es nur noch 60. Die Wirtschaft boomt hier.

Nachtrag vom 4.06.2010 Heute ist 1 Euro gerade noch 56 Peso wert.

Nachtrag vom 24.06.2011 Heute ist 1 Euro endlich auf 62 Peso. Trotzdem hat er seinen Stand vom 2006 nicht mehr erreicht.

Nachtrag vom 22.01.2013 Jetzt ist 1 Euro gerade noch 54 Peso. Auf den philippinischen Strassen sind keine verrosteten Autos mehr zu sehen. Neben den japanischen Marken tauchen auch immer mehr europäische Marken wie BMW und Mercedes auf. Auch neue Jaguar konnte ich ausmachen. Das philippinische Strassennetz ist zur Zeit komplett überfordert. Neue Strassen müssen her.

Nachtrag vom 26.03.2014 1 Euro ist wieder 62 Peso wert. Der Stand vom 2006 wurde trotzdem noch nicht erreicht. Die Mehrheit der Philippiner sind bereits bei der SSS angeschlossen. Das ist das staatliche Pensionsversicherungssystem der Philippinen. Die damaligen Armenviertel, wo die Leute in den Müll das Essen suchen mussten, sind fast alle verschwunden. Das asiatische Wirtschaftswunder lässt grüssen. Überall in Tagaytay City hängen an den Läden, Betriebe und Baubaracken A4 grosse Blätter „Personal gesucht“. Früher konnte man gratis eine Hausangestellte haben. Essen und irgendwo eine Liege unter der Treppe genügten. Heute will die Maid 200 Euro in Monat, ein eigenes Zimmer, Essen und Medikamente haben.

Nachtrag vom 14.09.2014 Heute sind wir wieder nach unten „gerutscht“, auf gerade mal 57 Peso für ein Euro. Die Wirtschaft boomt weiter und die blinden europäischen Finanzexperten wollen nichts davon wissen.

Nachtrag vom 5.01.2015 Jetzt ist der Euro nur noch 54 Peso wert.

Nachtrag vom 5.08.2015 Jetzt ist der Euro nur noch 50 Peso wert.

Nachtrag vom 25.02.2018 Heute ist der Euro wieder auf 64 Peso rauf. Wie ich bereits im 2002  erwähnt habe, haben nun die Sozialversicherungen die Philippinen komplett abgedeckt. Das war abzusehen. Wenn jemand einen Arbeitsvertrag haben will, dann muss er mit der Pensionsversicherung „SSS“ und mit der Krankenversicherung sauber da stehen, sonst gibt es keine Arbeit. Jedoch ist es noch Sache des Angestellten sich bei den Sozialversicherungen eintragen zu lassen.

Ein Haus der Mittelschicht. 2 Stöcke, 4 Zimmer und 1 Bad für 5 Personen.
Bitte, die Handfeuerwaffe der Wache abgeben!
Das steht vor jede Banktüre. Seid gewarnt!
Überall Jeepny. Sie sind die Mittelstreckenbusse der Philippinen.
Sie übernehmen Streckenabschnitte von 5 bis zu 30 km.
Haltestelle ist die ganze Landstrasse.
Im Jeepny kann man gemütlich reisen.
1 – 2 km kosten heute umgerechnet ca. CHF -.05 oder Euro -.04.
Vor allem Schüler und Schülerinnen (Bild) gehen damit zur Schule.
Fliegende Bezahlung des Fahrgeldes.
Bei Tempo 40 – 60-km/h streckt der „Driver“ seinen Arm nach hinten und nimmt das Geld entgegen. Danach biegt er es sehr sorgfältig um (Bild). Nach circa 2-5 Minuten-kommt das Retourgeld zurück.
Vorsicht auf die Kinder! Der Jeepny ist hinten offen.
Tricycle: Die Kurzstreckenraser.
Wenn man 0 – 5 Km weit zu fahren hat, dann sind 150 ccm ausgezeichnet.
Der Trycicle ist wendig, schnell und das gefährlichste Glied im Verkehrschaos.
Aussicht von Innen.
Mal schnell einkaufen, auf Höhe der Auspufftöpfe der Jeepny.
Made in Philippinen. Wie man Jeep aus dem 2. Weltkrieg nachmacht wissen die Philippiner sehr gut. Diese Autos werden von Jahr zu Jahr besser.
Im 2015 ist jedoch die Hälfte verschwunden. Im 2018 sieht man nur noch wenige.
Überall Telefonleitungen. Dabei haben die jungen Damen
im Vordergrund sicher ihren Handy in der Tasche.
Die Kirche bleibt im Dorf. Katholische Dorfkirche irgendwoh 30 Km von Manila entfernt.
Auch diese Imbisskette ist bereits überall anzutreffen.
Die Preise sind nur die Hälfte der europäischen Preise.



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