Kurzgeschichten 2012-2014

4 Jahre = 36 Monate

Am 3.10.2012 musste ich eine Rechnung der Globe Telecom bezahlen. Statt per Internet zu zahlen bin ich direkt zur hiesigen Filiale gelaufen. Es regnete seit Tagen ununterbrochen und so musste ich meinen nassen Schirm draussen, vor der Türe der Filiale, am Boden legen. Einen Schirmständer hatten sie nicht. Drinnen bekam ich dann eine Nummer, um mich in die Kundenschlange einzureihen. Aber es war gar kein anderer Kunde da. Die beiden Kassiererinnen waren in Gespräch miteinander beschäftigt und so musste ich 5 Minuten warten bis sie endlich meine Nummer auf dem Schirm aufleuchten liessen. Danach gab ich einer der Kassiererinnen die Rechnung samt Geld. Diese schrieb dann – sage und schreibe circa 5 Minuten lang – irgendwelche Sachen im Hauptcomputer der Telefongesellschaft, und erst dann wurde die Quittung ausgedruckt. Erst danach fragte ich ihr, wie lange noch mein fixer Vertrag laufen würde und wann ich es kündigen könnte. Sie schaute schnell in ihrem Computer nach und gab mir folgende Antwort:
„Ihr Vertrag begann im April 2010 und endet nach 36 Monaten am 1. Mai 2014.“
Meine Gegenfrage darauf: „Wirklich im 2014?“. Die Antwort: „Ja.“
Nun kehrte ich meine Quittung um und schrieb folgendes darauf:

2010
2011
2012
2013
2014

Sie schaute das an und bemerkte sehr schnell ihren Fehler und entschuldigte sich. Persönlich aber, bin ich von der hiesigen Schulbildung extrem enttäuscht.

 

Der Verkäufer in der Apotheke weiss nicht was die „mucosa“ ist.

Heute, den 21.01.2014, war ich in einer Apotheke in Dasmariñas. Ich bat den jungen Verkäufer mir eine Salbe gegen Pilze für die Schleimhaut zu geben. Und sagte im philippinischem Englisch „antifungal oint for mucosa“. Der junge Mann zeigte mir eine Salbe die man ja nicht auf die Schleimhaut geben darf. Ich wiederholte „for mucosa“. Daraufhin fragte er einem anderen was die „mucosa“ ist. Der zeigte ihm dann das Innere der Lippen und endlich erhielt ich die richtige Salbe. Störend ist dabei nur die Tatsache, dass ein Apothekerverkäufer doch wissen müsste was die „mucosa“ ist.

 

Einen Tag im SM

Heute, den 12.04.2014, war ich im Verkaufscenter SM Pala Pala bei Damariñas. Ich habe im Restaurant Tokyo eine leichte, japanische Mahlzeit zu mir genommen. Scheinbar wissen jedoch die Japaner nicht, was sie mit europäischen Besteck machen sollten, denn ich musste sehr lange ein sauberes Besteck suchen. Das meiste, bereitgestellte Besteck, war noch mit Mahlzeitresten meiner Vorgänger bekleckert. Danach bin ich im Hardware (Eisenwarenhandlung) gegangen, um einen neuen Wasserhahn für das Bad zu kaufen. Zu dritt sind mir die Verkäufer förmlich um den Hals gesprungen und wollte mir das teurere Wasserhahn verkaufen. Ich habe mich nicht beirren lassen und das Billige gekauft. (Am nächsten Tag war es dann schon kaputt und so musste ich annehmen, dass die Verkäufer wohl wussten was im Ladengestell offeriert wurde.) Nachdem ich aus dem Eisenwarenhandlung raus war, habe ich eine sehr kleine Caffetteria besucht, die unter einer langen Rolltreppe eingerichtet worden war und einen Espresso bestellt. Die Wirtin hat mir dann eine riesengrosse Glastasse gebracht und darin schwamm ein 2 mm tiefer Kaffee. An sich war der Espresso in Ordnung. Aber aufgrund der Tassengrösse bereits kalt geworden.

 




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